REGION NORDOSTEN
Wasserfälle des Iguazú
Die Wasserfälle des Iguazú überwältigen mit der Macht ihrer Natur: das Wasser stürzt tonnenweise herab inmitten eines grün wuchernden, undurchdringlichen Urwalds. Angesichts dieses Naturschauspiels fühlt sich der Betrachter klein und unbedeutend. Die Iguazú-Fälle bestehen aus insgesamt 275 Wasserfällen auf einer Länge von fast 3 km des Río Iguazú. Der beeindruckendste Fall ist die "Garganda del Diablo", der Teufelsschlund. Hier stürzt das Wasser von 14 Fällen in einen tiefen Trichter und bildet eine ständige Dampfwolke, die von einem Regenbogen überspannt ist und dem Ort eine ganz besondere Atmosphäre verleiht. Die Fälle liegen im Nationalpark Iguazú, einem riesigen Naturschutzgebiet mit einem Urwald, in dem vielfarbige Schmetterlinge flattern und die attraktiven Tukane nisten. Zur "Garganta del Diablo" führen Stege, die es dem Besucher ermöglichen, bis direkt an die Wasserfälle heranzugehen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, das Gebiet zu erkunden: Die sicher unterhaltsamste Alternative ist eine Bootsfahrt, die unter anderem über 2 km Stromschnellen führt und sehr nahe an die hohen Wasserfälle herankommt. Wenn man eine ruhigere Form der Besichtigung vorzieht, bietet sich eine Floßfahrt im Río Iguazú an. An beiden Ufern zieht sich Galeriewald entlang, man hat die Gelegenheit, eine große Zahl von Vögeln und Affen zu beobachten.
Das Innere der Provinz
Kennzeichnend für den Süden der Provinz sind der tiefrote Boden, Urwald und ausgedehnte Plantagen mit Matesträucher. Die Menschen hier haben eine ruhige Art und bewahren ihre Bräuche, von denen viele auf die Guaraní, die ersten Einwohner dieser Gegend, zurückgehen. Hier leben auch viele europäische Einwanderer. Die verschiedenen Gruppen bilden eine besondere ethnische Mischung.
Es gibt 550 Vogelarten und Affen sind überall präsent. Ameisenbären, Tapire, "Yacarés" genannte kleine Krokodile, Schlangen. Die kleine Jaguar-Art "Yaguareté", Wildkatzen und der wolfsähnliche "Aguará Guazú", der vom Aussterben bedroht ist, erwecken die Aufmerksamkeit der Tierfreunde.
Der Jesuitenweg
Im 17. Jahrhundert kamen die Jesuiten in die Gegend an den Flüssen Paraná und Uruguay, um die Guaraní zu missionieren. Sie gründeten 30 Dörfer in einem Gebiet, das heute zu Brasilien, Paraguay und den argentinischen Provinzen Misiones und Córdoba gehört. Die Überreste jener blühenden Gemeinschaften sind heute Teil eines interessanten Weges. Die 64 km von Posadas entfernt gelegenen Ruinen von San Ignacio Miní gehören zum Kulturerbe der Menschheit. Hier kann man die Reste der Kirche, einiger Wohngebäude und das Haus der Jesuitenpadres besichtigen. Die 30 Dörfer bildeten eine sozioökonomische Einheit und versorgten sich selbst. Sie betrieben Landwirschaft, Viehzucht und stellten Gewebe, Musikinstrumente und Holzschnitzereien her.
Corrientes - Das Sumpfgebiet Esteros del Iberá
Fast ein Drittel von Corrientes ist von sumpfigen Feuchtgebieten bedeckt, die die Provinz in einem Streifen diagonal durchschneiden. Diese geheimnisvolle, sich ständig ändernde Landschaft besteht aus Teichen, Sümpfen und Überschwemmungsgebieten. Die Wasserpflanzen "Camalotes" beherrschen das Bild; sie verschlingen sich zu schwimmenden Inseln und die Wurzeln des dichten Pflanzengeflechts halten Flussschlamm und Erde auf, wodurch sich eine feste Schicht bildet, auf der Bäume wachsen.
Die Beobachtung von Flora und Fauna dieses unglaublichen Ökosystems, das sich in ständiger Veränderung befindet und das man nur im Boot mit einem Führer erreicht, ist faszinierend und bei Sonnenuntergang einzigartig. In diesem Paradies für Ornithologen und Naturfreunde leben mehr als 320 Vogelarten. Yacarés (kleine schwarze, gefleckte oder stumpfnasige Krokodile), Wasserschweine, "Capibaras" - das größte Nagetier der Welt -, die zu den Ottern gehörenden "Lobitos del Río", Fischotter und etwas seltener Sumpfhirsche, "Carayás" (Brüllaffen), graue "Corzuela" genannte Hirsche, Wasserboas und Curiyú (eine Anakonda-Art) kommen dem aufmerksamen Beobachter ins Blickfeld. Man sollte ein Fernglas und hohe Gummistiefel nicht vergessen, um sich in dem sumpfigen Gelände bewegen zu können.
Entre Ríos - Nationalpark El Palmar
Der Park hat eine Fläche von 8.500 ha und beherbergt einen Wald von Yatay-Palmen. Viele der Tausenden Palmen erreichen eine Höhe von 25 bis 30 m. Dies sind die ältesten Exemplare, einige von ihnen erreichen ein Alter von 800 Jahren. Diese Palmenart wächst auch in Brasilien und Uruguay, aber nur in dem Nationalpark El Palmar erreichen sie einen derart dichten Bestand. Am Ufer des Río Uruguay steht Galeriewald und in die tiefgelegenen Gebiete, wo die Reiher nisten, sind sie mit Wasserplanzen bewachsen. Man sollte auf die Fauna des Palmenwaldes achten; hier leben gefleckte Eidechsen, Wasserschweine, die argentinischen Strauße Ñandus, Nutrias, etc.
Karneval
In Entre Ríos und Corrientes wird der Karneval mit traditionellen Umzügen von Karnevalswagen und der Wahl der Königin gefeiert.
(Quelle: Argentinisches Fremdenverkehrsamt)
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