REGION CUYO UND ANDEN

(La Rioja, San Juan, San Luis, Mendoza)

Mendoza

Hier öffnet sich das große Tor zum argentinischen Wein: In Mendoza befinden sich die meisten Weingüter und Kellereien. Im Schutz der Anden liegt die Stadt Mendoza, nicht weit von der Grenze zu Chile entfernt. Auch die nördliche Nachbarprovinz an der Andenkette, San Juan, ist ein Weinanbaugebiet.

Die Stadt Mendoza wurde 1561 an der Stelle einer alten Inkasiedlung gegründet, von der noch die Bewässerungskanäle stammen, die in der Zeit der Inkas mehr als ein Jahrhundert lang das Tauwasser der Berge verteilten. Dieses Bewässerungssystem hat nicht nur die Zeit überdauert, sondern es wurde weiter ausgebaut (heute hat das Netz eine Gesamtlänge von 500 km), bis die trockene Steppe nur noch eine Erinnerung war.

1861 wurde die Stadt durch ein Erdbeben völlig zerstört. Seit ihrem Wiederaufbau verleihen ihr das Murmeln des Wassers in den Kanälen und der Schatten der Bäume einen besonderen Charakter. Die breite, alte Avenida Civit - viele halten sie für die schönste Straße der Stadt - führt zum Park General San Martín, eine großartige Grünanlage, die 1897 von dem Gartenbauarchitekten Carlos Thays entworfen wurde. Dahinter erhebt sich der Cerro de la Gloria, dessen Gipfel vom Denkmal an das Befreiungsheer gekrönt ist. Dieses Heer wurde von General San Martín während der Unabhängigkeitskriege im Süden des Kontinents geführt. Aber Mendoza bietet nicht nur Geschichte, sondern auch ein interessantes Kultur- und Geschäftsleben. Immer mehr Kellereien öffnen den Besuchern ihre Tore und die Vinotecas und Weinbars sind Teil der städtischen Szenerie, angefangen mit der ausgezeichneten Weinbar "Uvas" des Hotel Park Hyatt, die diese angenehme Art, Wein offen auszuschenken, in Mendoza eingeführt hat. Fast alle Kellereien, die von Touristen besucht werden können, liegen zwischen Mendoza und dem Fluss gleichen Namens. Schon ganz in der Nähe der Stadt findet man die ersten Weingüter; die Mehrzahl liegt in den Landkreisen Maipú und Luján de Cuyo; weitere Weinanbaugebiete befinden sich in Tupungato, Tunuyán, San Carlos und schließlich weiter im Süden in San Rafael. Neben Ökotourismus werden Abenteuerreisen mit Rafting in Uspallata im Río Mendoza, Kayakfahren und Reiten im Hochgebirge, Abseilen / Rappel, Bergsteigen, Fahrten in Geländewagen mit Allradantrieb angeboten.

Von San Rafael nach Malargüe

Diese Gegend zeichnet sich durch ihre eindruchsvollen Vulkane, Seen und Steppenhochflächen aus. Nach Westen steigt das Gelände immer steiler zur Andenkette hin an, der natürlichen Grenze zwischen Argentinien und Chile. San Rafael ist der Ausgangspunkt, um die Umgebung und den trockenen, steppenartigen Süden zu erkunden. Der Ort liegt im ebenen, grünen Zentrum der Provinz, das von den Flüssen Diamante und Atuel bewässert wird.

Die Schlucht des Río Atuel eignet sich ausgezeichnet zum Rafting und bietet in den ruhigen Flussabschnitten keinerlei Gefahren. 92 km von der Stadt entfernt bilden die Dünen von Nihuil, die bis zu 200 m hoch sind, eine reine Wüstenlandschaft. 200 km weiter im Süden ist Malargüe die letzte wichtige Ortschaft und Ausgangspunkt für den Abenteuertourismus.

San Juan

Der Naturpark Ischigualasto - besser bekannt als das Mondtal - im Nordosten der Provinz San Juan wurde zum Naturerbe der Menschheit erklärt. Es ist ein völlig trockenes, vegetationsloses Tal, in dem Sedimente aus dem Mesozoikum zu sehen sind. In dieser Zeit wurde die Erde von einer wuchernden Vegetation beherrscht; die Fosilienfunde von Ischigualasto sind von großem paläontologischem Wert. Hier wurde der Scaphonix Sanjuanensis aus der Familie der Rhynchosaurier gefunden, der vor 230 Millionen Jahren lebte. In dem Tal, das an die Mondoberfläche erinnert, hat der Wind die Felsen zu geheimnisvollen Skulpturen geformt. Ganz in der Nähe des Mondtals liegt der Nationalpark Talampaya, der zur Nachbarprovinz La Rioja gehört. Man kann beide Naturparks zusammen an einem Tag besuchen.

La Rioja - Nationalpark Talampaya

Der Park umfasst eine Fläche von 215.000 ha in einer Gegend, die während der Triaszeit eine tropische Vegetation aufwies. Übrig geblieben sind unglaubliche Felswände mit einer Höhe von 150 m, denen die Erosion durch das Wasser eine rippenförmige Struktur verliehen hat; der Wind formte Skulpturen, in denen Millionen Jahre später die Besucher Figuren zu erkennen suchen. Geologisch und geographisch ist Talampaya die Fortsetzung von Los Colorados (Ischigualasto) in der Nachbarprovinz San Juan.

San Luis - Nationalpark Sierra de las Quijadas

Der als "Mini-Schlucht des Colorado" bekannte Park umfasst eine Fläche von 150.000 ha. Hier haben Wind und Wasser ein riesiges Tal in die Sierras gegraben. Die Schlucht hat aus der Vogelperspektive die Form einer Ellipse. Die rote Farbe entstand durch die jahrtausendelange Ablagerung und Versteinerung von Sand und Schlamm. Wie die Funde von Spuren und fossilen Resten beweisen, lebten hier vor Jahrmillionen Dinosaurier.

(Quelle: Argentinisches Fremdenverkehrsamt)

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